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Chronik des ESV Buchloe

Im Jahr 1971 war es den Dezernenten der BD München ein besonderes Anliegen, für die Buchloer Eisenbahner einen Sportverein zu gründen. Der erste Schritt zur Gründung des ESV Buchloe war eine Zusammenkunft im Unterrichtsraum vom Bf Buchloe. Es fanden sich ca. 30 Personen ein, vorwiegend Lokführer. Damit gab sich der Sportdezernent nicht zufrieden. Kurzentschlossen lies er alle 3 Dienststellenleiter kommen, um bei der Gründung anwesend zu sein. Um den Verein die nötige Grundlage zu geben schlug er vor die Dienststellenleiter zu Vorsitzenden zu ernennen. Demzufolge sah das Wahlergebnis wie folg aus: 1. Vorsitzender: Bundesbahnamtmann Otto Eberwein, 2. Vorsitzender: Technischer Bundesbahnamtmann Rudolf Frisch, Schriftführer: Bundesbahnobersekretär Xaver Ledermann, Kasse: Bundesbahnsekretär Siegfried Schmidt, Sportwart: Hauptlokomotivführer Johann Kornfelder und Zeugwart: Hauptwerkmeister Alfred Dorsch. Somit war der Grundstein für den 15. ESV im Bezirk München gelegt.

Am 14.12.1971 fand die erste Mitgliederversammlung statt. Der Verein zählte damals 64 Mitglieder. Der Mitgliedsbeitrag wurde auf 1 DM monatlich festgelegt, und die Anschrift lautete Bahnhof-Eisenbahnersport-Buchloe.

Am 25.01.72 fand die erste Vorstandssitzung statt. Folgende Punkte wurden behandelt: den Bau einer Eisstockbahn und die Beschaffung eines ausgedienten Reisezugwagens, der als vorübergehendes Vereinsheim dienen sollte. Zwei Tischtennisplatten wunden sofort besorgt und im Keller des Bahnhofes aufgestellt. In den modirgen Kellergewölben des alten Bahnhofs musste der Spielbetrieb aber bald wieder eingestellt werden.

20130810_0005Bei der Löwengrube erstellten die Stockschützen eine Eisstockbahn für den Winterbetrieb.
Durch die Mithilfe von Herrn Georg Höpfel. Leiter der Fa. Siemens, wurde eine Flutlichtanlage gebaut, so dass auch bei Dunkelheit gespielt werden konnte.
Angeregt durch die Überlassung eines Fußballfeldes wurde auch eine Mannschaft aufgestellt, die in den wenigen Jahren ihrer Existenz beachtliche Erfolge unter den Betriebsmannschaften im Buchloer Raum erzielen konnte. Schon damals kam es durch die Sparmaßnahmen der DB zu Nachwuchsproblemen, so dass die Abteilung samt dem Sportplatz aufgelassen werden musste.

20130810_0007Angeregt durch das große Interesse am Stockschießen wurde bei einer Versammlung 1976 beschlossen eine Mehrzweck-Asphaltbahn zu bauen, auf der man Tennis, sowie auch Stockschießen konnte. Das Gelände wurde von der Eisenbahn-Landwirtschaft überlassen. Rodungsarbeiten waren notwendig um das Grundstück für den Bau vorzubereiten. Baumaschinen vom Gleisbauhof waren uns behilflich den Untergrund zu befestiigen. Im Sommer 1977 übernahm die Firma Gabriel die Asphaltierung des Grundstückes. Um einen Tennisplatz zu erstellen sollte das Gelände umzäunt werden, da aber nur Stockschützen zum Arbeitsdienst erschienen sind, wurde kurzerhand der Beschluß gefasst vier Stockbahnen aufzuzeichnen.

Im Jahr 1978 beteiligten sich zwei völlig unerfahrene Moarschaften an der ESV Bezirksmeisterschaft in Wielenbach bei Weilheim. Regelunkundig und mit falschen Stock- und Plattenmaterial ausgerüstet, wurden die Mannschaften auf den letzten und vorletzten Platz verwiesen. In den folgenden Versammlungen gab es nur noch ein Thema: den Bau eines eigenen Vereinsheimes mit Kegelbahn, das jedoch immer wieder an der Finanzierung scheiterte. Bei der Mitgliederversammlung am 27.05.1979 wurde beschlossen einen Tischtennisraum mit sanitären Anlagen zu bauen. 

20130810_0004Zur Generalversammlung 1980 legte der neue Vorsitzende Johann Kornfelder die fertiggestellten Pläne vor, und stellte den Antrag eine Kegelbahn im Anschluß daran zu bauen, dem auch gleich zugestimmt wurde. Der Verein zählte zu diesem Zeitpunkt 200 Mitglieder von denen ca. 40 Mitglieder 1280 freiwilligen Arbeitsstunden und in verschiedenen Gruppen je nach Dienst und  Arbeit vom 13.05.1980 bis zur Einweihung am 21.10.1981 mit einer Begeisterung das Heim und die Kegelbahn gebaut haben. Mann muß an dieser Stelle dem 1. Vorsitzenden Johann Kornfelder ein großes Lob aussprechen, der mit den geringenfinanziellen Mitteln, den Mut und den Ehrgeiz gehabt hat dieses Projekt durchzuziehen.

20130810_0003Nun konnten sich die Abteilungen wieder ganz auf ihrer Sportart konzentrieren und schon bald stellten sich de erwarteten Erfolge ein. 1.Platz Kreis C 1981, 1.Platz Kreis B 1982, 1.Platz Kreis A und Aufstieg in den Bezirk C. Im Folgejahr Aufstieg Bezirk B. 1992 Aufstieg in die Landesliga West.

Auch die Damen hatten sportliche Erfolge und konnten durch gute Leistungen vom Kreis über den Bezirk in die Landesliga Süd vorrücken.

Die mittlerweile hat trainierende Sportkegelabteilung mit ihrem Abteilungsleiter Josef Ferstl konnte es bei Vergleichs-Wettbewerben, Hausturnieren, Bezirksmeisterschaften und Stadtolympiaden zu beachtlichen Resultaten bringen. Einige Keglerinnen und Kegler erhielten das Bundesleistungsabzeichen in Gold, Silber und Bronze.

Im Jahre 1984 wurde unseren Stockschützen wegen Lärmbelästigung der Spielbetrieb für zwei Jahre eingestellt. Nach gerichtlichen Untersuchungen und dem Errichten einer Schallschutzwand konnte der Spielbetrieb mit Einschränkungen wieder aufgenommen werden.

In der Zwischenzeit gründete man die Sparte Wandern und Radfahren. Hier hatte sich eine Gruppe gebildet, die aus allen Sparten besteht und so zum harmonischen Vereinsleben besonders beiträgt.

Bei der Mitgliederversammlung 1984 wurde dem Gründungsvorsitzenden Otto Eberwein die silberne Ehrennadel des Bezirkes überreicht. 1987 erhält der amtierende 1. Vorsitzende Johann Kornfelder vom Bezirkssportleiter Thalhofer die Ehrennadel in Silber.

Bei einer Vorstandssitzung im Jahre 1987 wie die Abteilung Fischen unter der Leitung von Armin Wolf ins Leben gerufen und nimmt bis heute an jedem Bezirksfischen mit mehr oder weniger Erfolg teil.

1989 wurde wieder gebaut. In Verlängerung der Kegelbahn ist ein Anbau zur Unterbringung von Eisstöcken und sonstigen Geräten errichtet worden. Gleichzeitig ist die Stockbahn mit einem neuen Belag versehen worden, wobei wieder ein enormer Aufwand an Arbeitsdienst notwendig war. Im Folgejahr hat unser Vereinsmitglied Wilhelm Fichtl erneut mit seinem fachlichen Talent als Zimmermann eine ansehnliche Pergola vor dem Heim errichtet. Fichtl hat auch den Dachstuhl des Sportheimes aufgerichtet.

Im November 1990 wird die Damenmannschaft von der Stadt Buchloe zur Ehrung verdienter Sportler für ihre Leistungen zum Aufstieg in die Landesliga Süd mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet.

Die 10-jährige Verbandszugehörigkeit wurde 1991 mit einem Jubiläumsturnier der Stockschützen gefeiert, bei dem sie auch den 1. Platz belegte. Im gleichen Jahr nimmt Bezirksvorsitzender Josef Klostermayer bei verdienten Mitgliedern Ehrungen vor. So erhält Johann Kornfelder für 20jährige Tätigkeit die goldene Nadel. Die silberne Ehrennadel erhielten Helmut Stuhlmiller, Armin Wolf und Josef Ferstl. Adolf Wiest wird die Ehrennadel in Bronze vom Landessportverband überreicht. 

Im März 1994 wurde die Vorstandschaft nach vielen Jahren der Vereinsführung abgelöst. Johann Kornfelder verbleibt als Ehrenvorsitzender in der Vorstandschaft. Das neue Team besteht aus: 1. Vorsitzender Adolf Wiest, Stellvertreter Edmund Kölbl, Kasse Ute Lutz und Schriftführerin Roswita Böck.

Am 27. März 1995 wurde auch die erste Mannschaft für ihren Aufstieg in die Landesliga West bei einem Festakt der Stadt Buchloe mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet.20130810_0029